Stammtisch vom 17. 03. 2016

Die PARTEI Bremen versammelt sich zwei mal im Monat in ihrer Zentrale, um wichtige Angelegenheiten zu besprechen. Letzten Donnerstag war es wieder so weit. Themen waren dieses Mal: PARTEItag Brüssel, BPT Erfurt im Mai, Nordbund Tour, Walhkampf Berlin im September, Eventuelle Auftritte im Maisenfrei. Ich bin krank. Ich mach heute gar nichts mehr. Morgen wird wieder was gestartet. Frühestens.

19.3.16 17:53, kommentieren

Plankton: Punk und Crossover auf der Treue, am 15. März 2016

Am Abend des 15. 03. (einem Dienstag wohlgemerkt) wurde sich auf der MS Treue, dem schicken grünen Partyboot versammelt, um zu lustiger Musik zu tanzen.Auf dem Programm standen Pafero, Buddar und Battering.Pafero sind eine Metal/Pop-Punk/Crossover/Cover-Band aus Bremerhaven. Bevor jetzt das große Geschrei losgeht: Die drei jungen Herren haben uns ihre fragwürdige Herkunft keine Sekunde lang verheimlicht, man kann ihnen also zumindest ihre Ehrlichkeit anrechnen.Musikalisch waren mir Pafero leider etwas zu langwierig, die Songs dauerten im Durchschnitt locker vier, fünf Minuten und hatten wenig Parts, bei denen das Publikum abgegangen wäre. Herauszunehmen sind hier die Coverversionen von Nirvanas Heart Shaped Box und Rage Against The Machines Killing In The Name Of, die ziemlich gut ankamen. Rein technisch gesehen sind die Jungs nicht zu verachten, zwar "nur" Gitarre, Bass, Schlagzeug, aber der Sound ist so fett, als würden sie zu fünft auf der Bühne stehen. Fazit: Die Facebook-Ankündigung "Billy Talent Fans werden auf ihre Kosten kommen" war zwar etwas hoch angelegt, trotzdem würde ich empfehlen, sich die Band zumindest einmal anzuhören und sich selber ein urteil zu bilden.Als nächstes kamen Buddar an die Reihe. Obwohl offiziell Battering Headliner waren, war sehr schnell klar, dass die Mehrzahl der Anwesenden für Buddar gekommen waren. Buddar, die Reinkarnation des wundervollen Punkrock-Quintetts Wanda Jockel, die sich auf Facebook mit den Worten: "Das Brillenträgerquartett BUDDAR, bestehend aus ehemaligen schwedischen Indie-Pop-Größen, will jetzt sein Comeback wagen. Man sollte ihnen jedoch nicht trauen. Bild.de berichtete, dass Augenzeugen sie vor einem autonomen Zentrum der Bremer Innenstadt gesehen haben. Was das bedeutet?! Das muss der Betrachter entscheiden. Suspicious? Auf jeden Fall. Muss man wissen. Außerdem ist der Sänger fett geworden." ankündigten und inzwischen nur noch zu viert sind, verfolgen die Strategie, zu ihren Konzerten immer ihre eigenen Freunde mitzubringen. Wirklich schummeln kann man das nicht nennen, denn: Beim letzten Song singen und tanzen ALLE, auch wenn sie die Musikgruppe vorher noch nicht kannten. Buddars Bremer Fangemeinde wächst und wächst. Liegt es eventuell daran, dass die Leute immer Begleitungen zu ihren Konzerten mitbringen? Könnte dahinter der Gedankengang "Wenn er/sie durch MICH Buddar kennenlernt, ist er/sie mir hinterher bestimmt so dankbar, dass ich heute Abend endlich mal wieder flachgelegt werde...", stecken?Probiert es selbst aus! Aber nur, wenn ihr sicher seid, dass euer Date sich nicht von zehn PARTEI-Mitgliedern, die entrückt Leadsänger Jannis zujubeln, abschrecken lässt.Die Songs der Band sind witzig, nachdenklich und vielseitig, um nicht zu sagen: Kreativ, innovativ und kreativ. Am heftigsten hauen "Mutter Natur", "Zu schön" und "Deutschland du mieses Stück scheiße" rein, und natürlich der Song, der immer am Schluss kommt, der jeden kriegt und die schönsten Circle Pits hervorruft: "Katzenpunk" (ihr wisst schon: Ja der Punk der tanzt allein, tanzt und tanzt auf einem Bein. Das Lied, dass Penny Sheldon vorsingt, wenn er krank ist).Zum Schluss kamen Battering auf die Bühne. Hier sitzt Buddar-Jannis am Schlagzeug und gibt noch mal alles. Auf Facebook war die Information "Metal aus Bremen" zu finden und das trifft es im Kern. Die Band ist nicht scheiße, technisch gesehen sogar ziemlich auf Zack und wer gerne Metal hört, dem wird es auf jeden Fall gefallen, aber was wirklich neues, interessantes ist nicht dabei. Spaß macht die Band aber trotzdem und ich würde jedem empfehlen, sie sich mindestens einmal live anzugucken.Die Pafero-Menschen verschwanden nach ihrem Gig so schnell, wie sie gekommen waren und hinterließen wenig Informationen über sich selber und welche Konzerte demnächst noch anstehen, aber wer jetzt Lust auf Buddar bekommen hat, sollte erst mal ihr Facebook checken und am 1. April dieses Jahres ins Unterhalb gucken, da spielen die Jungs und Derns nämlich. Ob die Metal Band auch dabei ist, steht noch nicht fest.Das Konzert endete damit, dass Buddar-Jannis von der Bühne fiel und lachend in einer Pfütze Bier landete, die aus seiner eigenen Flasche geschwappt war.Ich hoffe mal, irgendwer liest das, kommt dann nach Bremen zu weiteren Konzerten und verleiht dieser komplett sinnlosen website ein kleines bisschen Sinn.Cheerio und bis zum nächsten Mal!

17.3.16 15:07, kommentieren